Tabu Schwangerschaftsabbruch

Tabu brechen

Fachtagung des Aktionskomitee Schwangerschaftsabbruch "In anderen Umständen..." am 6.3. 2014 in Innsbruck

von 9.00 -17.00 Uhr in Innsbruck, Vierundeinzig in der Hallerstraße 41.

Fachtagung "In anderen Umständen... die Tabuisierung des Schwangerschaftsabbruchs als Instrument heteronormativer Disziplinierung von Frauen"

Am Vormittag finden drei Fachvorträge statt.
Wir konnten dafür u. a. die Soziologin und Medizinhistorikerin BARBARA DUDEN gewinnen. Sie gilt als „Pionierin der Körpergeschichte“. In ihrer Forschung widmet sie sich Themen wie der Geschichtlichkeit der Wahrnehmung und Selbstwahrnehmung der Frau, ihrer Entkörperlichung durch die Medizin und ihrer gesellschaftlichen Instrumentalisierung.

Zwei weitere Vorträge beschäftigen sich mit gesellschaftlich bedingten Konfliktfeldern rund um das Thema Schwangerschaftsabbruch sowie Modellen aus der Praxis anderswo.

Am Nachmittag finden Workshops zu folgenden Themen statt:
- Sexualpädagogische Workshops für Jugendliche (Methoden, Inhalte …)
- Schwangerschaftskonfliktberatung
- Vertiefende Einblicke in die Praxis der am Vormittag präsentierten „Modelle“

Weitere Informationen zur Tagung finden Sie auf der Website www.schwangerschaftsabbruch-tirol.at.

Anmeldung zur Tagung unter aktabu@gmx.at

Das Aktionskomitee Schwangerschaftsabbruch ist ein Zusammenschluss von Vertreterinnen verschiedener Tiroler Fraueneinrichtungen.

 

 

Tabu brechen

"In Tirol ist es hoch an der Zeit, eine geeignete öffentliche Ambulanz zu schaffen, die Schwangerschaftsabbrüche unter medizinisch einwandfreien Voraussetzungen durchführt. Rund um dieses Angebot braucht es ein Paket an umfassenden Beratungsangeboten. Voraussetzung, um ungewollte Schwangerschaften zu verhüten, sind Information und freier Zugang zu Verhütungsmitteln." So äußerten sich Vertreterinnen von 58 österreichischen Frauen- und Mädchenberatungsstellen am 22. 10. 2013 auf einer Tagung im Innsbrucker  Haus der  Begegnung. Die Tiroler Frauenberatungsstellen sind häufig mit Frauen konfrontiert, die sich in existentiellen Ausnahmesituationen befinden und sich eine Reise in andere Bundesländer, die einen Schwangerschaftsabbruch in öffentlichen Krankenhäusern durchführen, nicht leisten können. "Die Entscheidung jeder einzelnen Frau muss respektiert werden. Es kann nicht sein, dass ein Schwangerschaftsabbruch nur für Frauen möglich ist, die über genügend finanzielle Mittel verfügen", so Rosemarie Ertl vom Dachverband der Frauen- und Mädchenberatungsstellen. Landesrätin Dr.in Christine Baur hat die Tagung besucht und unterstützt die Forderungen der Beratungsstellen.

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