Gleichstellung geht alle an!

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Frauen fordern von der neuen Regierung ...

Frauenpolitische Forderungen an die neue Regierung: Gleichstellung geht alle an!

52% beträgt der Anteil der Frauen an der österreichischen Bevölkerung. Ihr Anteil an den finanziellen Mitteln liegt aber bei weitem darunter. Nach wie vor verdienen Frauen um ein Viertel weniger als Männer. In der Pension beträgt der Unterschied gar 40%. Dadurch haben Frauen ein höheres Armutsrisiko:  568.000 Frauen, das sind 13% der weiblichen Bevölkerung,  sind lt. Statistik Austria in Österreich von Armut betroffen. Dazu kommt noch, dass Frauen und Mädchen in einem großen Ausmaß von häuslicher Gewalt durch Ehemänner, Lebenspartner und Väter betroffen sind. Diese Benachteiligungen gehören bekämpft, und dazu braucht es adäquate Ressourcen.

Konkret fordern Frauen von einer neuen Regierung


•    Ein eigenständiges Frauenministerium mit ausreichend finanziellen und personellen Ressourcen, um nachhaltige Frauenpolitik zu ermöglichen. Eine Frauenpolitik, die Frauen in ihrer ganzen Vielfältigkeit gerecht wird. Eine Frauenpolitik, die Frauen aller  Alters- und Berufsgruppen, Religionen und Herkunftsländer unabhängig von ihrer Lebensform und sexuellen Orientierung sowie Frauen mit und ohne Behinderung einschließt.


•    Gleichstellung geht jedoch alle an. Alle Ministerien und auch Länder und Gemeinden sind verpflichtet im Sinne des Gender Budgeting ihren Beitrag zu leisten, um der Benachteiligung von Frauen entgegenzuwirken.


•    Eine Basisfinanzierung von Frauen- und Mädchenberatungseinrichtungen. Frauen- und Mädchenberatungsstellen leisten seit Jahrzehnten gesellschaftlich notwendige Arbeit. Über 100.000 Frauen und Mädchen wenden sich jährlich in privaten und beruflichen Fragen an die 58 Beratungsstellen unseres Netzwerks. Um diese langfristig abzusichern, braucht es eine Grundfinanzierung von 100.000 Euro und Mehrjahresverträge für alle Einrichtungen.  Es muss endlich Schluss sein mit der jährlichen Bittstellerei  um Subventionen.


•    Frauenthemen in die Regierungsverhandlungen. Das Netzwerk österreichischer Frauen- und Mädchenberatungsstellen unterstreicht die Forderung des Österreichischen Frauenrings nach Einbezug von NGOs und ExpertInnen zu frauenpolitisch relevanten Fragen bei den Regierungsverhandlungen. Das Netzwerk erinnert an das positive Beispiel von 2006, wo Stellungnahmen von Fraueneinrichtungen zu Koalitionsgesprächen eingeholt wurden.

 

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