Tabu Schwangerschaftsabbruch

In Tirol ist es hoch an der Zeit, eine geeignete öffentliche Ambulanz zu schaffen!

Autorin: Netzwerk österreichischer Frauen- und Mädchenberatungsstellen
Oktober 2013

Tabu brechen

"In Tirol ist es hoch an der Zeit, eine geeignete öffentliche Ambulanz zu schaffen, die Schwangerschaftsabbrüche unter medizinisch einwandfreien Voraussetzungen durchführt. Rund um dieses Angebot braucht es ein Paket an umfassenden Beratungsangeboten. Voraussetzung, um ungewollte Schwangerschaften zu verhüten, sind Information und freier Zugang zu Verhütungsmitteln." So äußerten sich Vertreterinnen von 58 österreichischen Frauen- und Mädchenberatungsstellen am 22. 10. 2013 auf einer Tagung im Innsbrucker  Haus der  Begegnung. Die Tiroler Frauenberatungsstellen sind häufig mit Frauen konfrontiert, die sich in existentiellen Ausnahmesituationen befinden und sich eine Reise in andere Bundesländer, die einen Schwangerschaftsabbruch in öffentlichen Krankenhäusern durchführen, nicht leisten können. "Die Entscheidung jeder einzelnen Frau muss respektiert werden. Es kann nicht sein, dass ein Schwangerschaftsabbruch nur für Frauen möglich ist, die über genügend finanzielle Mittel verfügen", so Rosemarie Ertl vom Dachverband der Frauen- und Mädchenberatungsstellen. Landesrätin Dr.in Christine Baur hat die Tagung besucht und unterstützt die Forderungen der Beratungsstellen.