Gewaltschutz beginnt vor der Eskalation!

Presseaussendung vom 1.12.2021

„Wir sind zutiefst erschüttert über jeden einzelnen der 30 Femizide“ sagt Rosemarie Ertl, eine der Geschäftsleiterinnen des Netzwerks österreichischer Frauen- und Mädchenberatungsstellen. Diese Morde an Frauen müssen endlich aufhören! Jedes Gewaltverbrechen ist eines zu viel. Wir müssen gemeinsam alles tun, um sie zu verhindern.

Die Morde sind nur die sichtbare Spitze des Eisbergs. Gewalt beginnt oft ganz klein, „harmlos“, von der Gesellschaft geduldet und akzeptiert.

In die Frauen- und Mädchenberatungsstellen kommen viele Frauen, die von sich aus gar nicht eine entsprechende Helpline anrufen oder sich an ein Frauenhaus wenden würden, weil sie das, was ihnen widerfährt, gar nicht als Gewalt erkennen und benennen, vor allem, wenn es um sexualisierte Gewalt in einer Beziehung geht.

Oft ist es Frauen erst in der geschützten Atmosphäre einer Beratung zu einem anderen Thema möglich, Vertrauen zu einer Beraterin aufzubauen und über die Gewalt in der Beziehung zu sprechen oder überhaupt erst zu realisieren, dass das was sie erleben Gewalt ist.

Frauen- und Mädchenberatungsstellen, die es flächendeckend in ganz Österreich gibt, sind seit mehr als 30 Jahren wichtige Säulen im Gewaltschutz und in der Gewaltprävention. „Es braucht eine ausreichende Finanzierung dieser essentiellen Beratungsangebote für Frauen und Mädchen. Wir schließen uns daher der Forderung nach 228 Millionen Euro für echten Gewaltschutz an!“ fordert Rosemarie Ertl.

 

Rückfragehinweise:

Rosemarie Ertl, Geschäftsleiterin des Netzwerks österreichischer Frauen- und Mädchenberatungsstellen
netzwerk@netzwerk-frauenberatung.at
Tel. 01/595 37 60

 

Alle Frauen und Mädchen bekommen in den Beratungsstellen schnelle, kostenlose und niederschwellige Unterstützung!

Additional information